Drei Tage, drei Läufe: Die Karlsruher Lemminge bei der Tour de Tirol

Ein sportlicher Saisonabschluss in den Tiroler Bergen: Fabian Schmider, Leon von Zepelin und Samuel Möhler von den Karlsruher Lemmingen sowie Matthias Fischer, ehemaliger Lemming und mittlerweile für den SSV Ulm am Start, stellten sich der Herausforderung Tour de Tirol in Söll. Ebenfalls dabei war Matthias’ Freundin Paula Gwizdalla, die nicht nur tatkräftig supportete, sondern am Sonntag auch selbst an den Start ging.

Drei Tage, drei Herausforderungen

Die Tour de Tirol fordert ihre Teilnehmer über drei abwechslungsreiche Etappen. Am Freitag macht der Söller Zehner mit zehn Kilometern und knapp 300 Höhenmetern den Auftakt. Am Samstag wartet mit dem Kaisermarathon die Königsetappe: 42,2 Kilometer und rund 2.400 Höhenmeter bis hinauf zur Hohen Salve. Den Abschluss bildet am Sonntag der Pölven Trail mit etwa 23 Kilometern und 1.300 Höhenmetern auf abwechslungsreichen Trails rund um den Pölven.

Zwischen Bestzeiten und Zirbenschnaps

Während Samuel und Matthias die drei Läufe zwar ohne konkretes Zeitziel, aber trotzdem ambitioniert angingen und möglichst schnelle Zeiten erzielen wollten, ließen es Fabian und Leon etwas entspannter angehen. Bei ihnen stand neben dem sportlichen Erfolg umso mehr das Erlebnis im Vordergrund. Dass an einer Verpflegungsstation auch mal ein Zirbenschnaps als Tiroler Spezialität probiert wurde, war dabei vielleicht nicht unbedingt die schnellste Strategie – sorgte aber sicher für die eine oder andere zusätzliche Erinnerung!

Am Ende erreichte Samuel bei seinem ersten Traillauf den 10. Platz in der Gesamtwertung, in der neben diversen Traillauf-Spezialisten auch ein ehemaliger Olympiateilnehmer im Triathlon zu finden war. Matthias folgte auf Platz 24.

Eine besondere Rolle spielte Paula, die an den ersten beiden Tagen unterstützte und trotz der zeitlichen Abstände zwischen unseren vier Läufern überall an der Strecke auftauchte und alle kräftig anfeuerte. Am Sonntag tauschte sie dann die Supporter-Rolle gegen die Laufschuhe und absolvierte den Pölven Trail selbst in einer starken Zeit.

Ein gelungener Abschluss

Nach einer Saison, in der im Triathlon und Straßenlauf häufig Zeiten und Platzierungen im Mittelpunkt stehen, war es schön, einmal etwas anderes auszuprobieren und die sportliche Herausforderung entspannter anzugehen. Umso größer war die Freude, dass alle auch am dritten Tag erfolgreich ins Ziel kamen – nicht zuletzt dank der Aussicht auf die besondere Zielverpflegung: Ganze 40 Meter Apfelstrudel warteten auf die Teilnehmer des Pölven Trails!

Auch abseits der Laufstrecken kam das gemeinsame Erlebnis nicht zu kurz: Die Abende verbrachten wir gemütlich in unserer Unterkunft, bei geselligen Doppelkopfrunden und beim gemeinsamen Verfolgen der Ironman-Weltmeisterschaft im Fernsehen.

So blicken wir auf ein rundum gelungenes Wochenende in Söll zurück, das sportliche Herausforderungen, beeindruckende Berglandschaften und viele gemeinsame Erlebnisse miteinander verbunden hat.

Text: Samuel Möhler, Fotos: Karlsruher Lemminge