Einzelzeitfahren 2025 – Jubiläen, Bestmarken und gute Stimmung
Am Mittwochabend, den 9. Juli 2025, trafen sich 50 motivierte Fahrerinnen und Fahrer zum traditionellen Einzelzeitfahren der Karlsruher Lemminge auf der flachen 22-km-Strecke im Bienwald bei Scheibenhardt. Nach einer extrem heißen Vorwoche zeigte sich das Wetter am Veranstaltungstag von seiner gnädigen Seite: angenehm warm, trocken und mit leichtem Wind – perfekte Bedingungen für persönliche Bestleistungen.
Bernd John: 6. Sieg in Scheibenhardt und 200. Karriereerfolg
Mit großer Anerkennung aller Teilnehmer konnte einmal mehr Bernd John (RVE Rodenbach) mit seinen 74 Jahren das Zeitfahren zum 6. Mal gewinnen – und gleichzeitig seinen 200. Rennsieg überhaupt feiern konnte. Mit einer berechneten Zeit von 25:40 Minuten (Brutto: 32:20 min, Ø 40,9 km/h) fuhr er erneut an die Spitze. In Anbetracht seines Alters ist das eine außergewöhnliche Leistung – und eine schöne Parallele: Nur einen Tag zuvor feierte Tadej Pogačar seinen 100. Profisieg.
Auf Rang zwei folgte Tim Fleckenstein (TSV Crailsheim) mit 26:50 Minuten (Netto: 30:30 min, Ø 43,4 km/h), knapp vor Rainer Hoke mit 26:52 Minuten (Netto: 29:52 min, Ø 44,3 km/h).
Ben Witt: Schnellster Mann – aber knapp am Podium vorbei
Die schnellste tatsächlich gefahrene Zeit des Tages lieferte Ben Witt (TEAM STRASSACKER) mit 27:59 Minuten (Ø 47,3 km/h). Aufgrund des geringen Zeitvorteils in seiner Altersgruppe reichte es in der berechneten Gesamtwertung „nur“ für Platz 4. Seine Leistung setzte dennoch eine neue Bestmarke auf unserer Strecke in der Geschichte des Bienwald-Zeitfahrens.
Beste Frauen: Konstanz trifft Erfahrung
Bei den Frauen setzte sich Bettina Schwind (Karlsruher Lemminge) an die Spitze. Mit einer Zeit von 33:09 Minuten (Netto: 36:39 min, Ø 36,1 km/h) holte sie den Sieg vor Katna Wiese vom MTB-Club Karlsruhe mit 33:34 (Netto: 35:04 min, Ø 37,7 km/h). Auf Platz 3 mit der besten Fahrzeit lag Vanessa Weiß (Karlsruher Lemminge) mit 33:43 Minuten (Netto: 34:43 min, Ø 38,1 km/h).
Besonders erfreulich: Gleich drei weibliche Lemminge schafften es unter die Top 5 und demonstrierten eindrucksvoll die Stärke des Vereins.
Ein Wort zum Bonussystem
Besonders erfreulich war die Vielzahl an starken Leistungen in ganz unterschiedlichen Altersgruppen. Der Bonusmechanismus – 10 Sekunden Zeitgutschrift pro Jahr über 35 sowie 45 Sekunden pro Jahr unter 20, sowie 1 Minute für Teilnahme ohne Zeitfahraufsatz – soll die Leistungen vergleichbar machen.
In der Praxis sorgt dieses System regelmäßig für spannende Platzierungen, wirft aber auch Diskussionen auf. Daher prüfen wir, ob es in Zukunft noch fairer gestaltet werden kann – ohne dabei unnötig kompliziert zu werden. Ideen und Feedback sind wie immer willkommen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden, Helfenden und Zuschauenden für einen gelungenen Abend voller Sportsgeist, Spaß und spannender Ergebnisse. Wir sehen uns 2026 – auf der Suche nach neuen Bestzeiten!
Top 3 Männer – nach berechneter Zeit
| Platz | Name | Verein | Nettozeit | Bruttozeit | Ø km/h |
| 1 | Bernd John | RVE Rodenbach | 25:40 | 32:20 | 40,9 |
| 2 | Tim Fleckenstein | TSV Crailsheim | 26:50 | 30:30 | 43,4 |
| 3 | Rainer Hoke | – | 26:52 | 29:52 | 44,3 |
Top 3 Männer – nach Bruttozeit
| Platz | Name | Verein | Bruttozeit | Nettozeit | Ø km/h |
| 1 | Ben Witt | TEAM STRASSACKER | 27:59 | 27:09 | 47,3 |
| 2 | Adrian Kröger | KIT SC | 29:20 | 29:20 | 45,1 |
| 3 | Dennis Fleckenstein | Karlsruher Lemminge | 29:39 | 29:39 | 44,6 |
Top 3 Frauen – nach berechneter Zeit
| Platz | Name | Verein | Nettozeit | Bruttozeit | Ø km/h |
| 1 | Bettina Schwind | Karlsruher Lemminge | 33:09 | 36:39 | 36,1 |
| 2 | Katna Wiese | MTB-Club Karlsruhe | 33:34 | 35:04 | 37,7 |
| 3 | Vanessa Weiß | Karlsruher Lemminge | 33:43 | 34:43 | 38,1 |
Top 3 Frauen – nach Bruttozeit
| Platz | Name | Verein | Bruttozeit | Nettozeit | Ø km/h |
| 1 | Vanessa Weiß | Karlsruher Lemminge | 34:43 | 33:43 | 38,1 |
| 2 | Katna Wiese | MTB-Club Karlsruhe | 35:04 | 33:34 | 37,7 |
| 3 | Bettina Schwind | Karlsruher Lemminge | 36:39 | 33:09 | 36,1 |
Text: Niko Hülsmann Fotos: Sascha Schwedes, Erik Schoefer und Daniel Flöter


















































































