Schnuppertraining auf der Radrennbahn Linkenheim
Den freundschaftlichen Kontakten von Hans Helwing zum RV „Badenia“ Linkenheim ist es zu verdanken, dass sich eine bunt gemischte Truppe Lemminge auf den Weg ins nahegelegene Linkenheim macht. Das Ziel des Ausflugs: Erste Erfahrungen auf der Radrennbahn sammeln und bei den Erfahrenen alte Erinnerungen wieder auffrischen.
Vor Ort angekommen haben wir mit Dina Persch eine extrem erfahrene Trainerin an unserer Seite. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung schenkt sie uns sofort ihr volles Vertrauen und lässt uns für die ersten Runden auf die Bahn. Gefahren wird übrigens mit den ganz normalen Rennrädern – Bremsen und Gangschaltung sind also an Bord, was den Respekt vor der Schräge aber kaum schmälert!
Von der Sicherheitslinie in die 35°-Steilkurve
Es dauert nicht lange, bis nahezu alle Teilnehmenden ein super Gefühl für die geschichtsträchtige, bereits 1970 eingeweihte Betonbahn bekommen. Nach dem ersten vorsichtigen Einfahren steigt der Mut und wir sammeln fleißig erste „Höhenmeter“ auf der 35° geneigten Steilkurve. Was vom Innenfeld aus noch wie eine steile Wand wirkt, legt sich durch die Fliehkraft im Sattel mit zunehmendem Tempo überraschend gut hin.
Das 333,33 Meter lange Betonoval fordert uns alles ab. Doch genau das macht den Reiz aus: Drei Runden entsprechen exakt einem Kilometer – und die vergehen im Rausch der Geschwindigkeit wie im Flug!
Renndynamik pur: „Das Kilo“ und „der Teufel“
Nachdem alle sicher ihre Kreise ziehen, wird es sportlich ernst. Um echtes Velodrom-Feeling aufkommen zu lassen, testen die Lemminge verschiedene legendäre Rennmodi im originalen Bahn-Jargon:
- „Das Kilo“ (1000-Meter-Zeitfahren): Aus dem stehenden Start heißt es drei Runden lang: All-Out! Ein gnadenloser Kampf gegen die Uhr, der die Oberschenkel pünktlich im Ziel mit ordentlich Laktat flutet.
- Das Ausscheidungsfahren: Getreu dem berühmt-berüchtigten Bahn-Motto „Der Teufel nimmt den Letzten“ geht es danach in die Taktikschlacht. Da hier jede Runde das Hinterrad der:des letzten Fahrer:in über das Ausscheiden entscheidet, wird verbissen um jede Position gefahren, um bloß nicht eingekesselt zu werden.
Am Ende des Tages steigen alle Lemminge mit brennenden Beinen, aber einem breiten Grinsen im Gesicht von den Rädern. Ein riesiges Dankeschön geht an Hans für die Organisation und das Knüpfen der Drähte sowie an Dina für das tolle Coaching und das Vertrauen auf der Bahn. Das schreit definitiv nach einer Wiederholung!
Text und Fotos: Erik Schöfer












