Einstimmen auf die kommende Saison 

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, die Einheiten werden härter: Kurz, die Saison steht vor der Tür. Um böse Überraschungen zu vermeiden (sowohl sportlicher als auch organisatorischer Natur) stimmen sich die Liga-Teams der Lemminge auf die kommende Saison ein. Und so brechen 32 Lemminge aus 5 Liga-Teams gen Michelbach im Schwarzwald auf. 

Doch das Wetter scheint den bevorstehenden Frühling an diesem Wochenende schon fast vergessen zu haben. Temperaturen um 5° und Regenschauer trüben die Wettervorhersage und so sind die Radrouten des Wochenendes von Abkürz-Optionen geprägt, um notfalls schnell ins trockene Warm zu kommen. Umso erfreulicher ist der Sonnenschein, der uns schon beim Treffpunkt um 15 Uhr begrüßt. 
Die Anreise in der Rheinebene bleibt zunächst ruhig, fehlende Höhenmeter machen Attacken schwierig. Doch beim Anstieg zur Ebersteinburg geraten erste Radgruppen in Unruhe. Kurze Zeit später kommen alle wohlbehalten bei der Unterkunft an. 

Nachdem sich die Meute am Buffet gestärkt hat, gibt es eine kleine Einführung zu unserem Ligabetrieb und unseren Grundsätzen als Team. Die darauf folgende Spiele-Runde legt den Grundstein für unseren Teamzusammenhalt: Wer sich bei Spielen wie „Rage“ oder „Monopoly Deal“ nicht gegenseitig an die Gurgel springt, den bringt so schnell nichts auseinander. Das altbewährte Konzept erweist sich erneut als zuverlässig. 

Am nächsten Morgen blasen die ersten Lemminge schon um 6:30 zum Morgenlauf. 
7:23: Die erste Lauf-Attacke am Berg wird kurz vor der Unterkunft gesetzt. Wer denkt, das wird ein entspanntes Wochenende mit ein bisschen Grundlagen-Training, geht nun in Revision. Die nächste Lektion folgt sofort: Wer sich das Wochenende über behaupten will, muss nicht nur an den Anstiegen schnell sein. Die knapp bemessene Anzahl an Brötchen führt auch am Buffet zu Sprints und Attacken. Eine strategische Platzierung im Essensraum zahlt sich aus. 

Danach folgt die zweite Radausfahrt. Für den angesagten Regen gibt es mehrere Optionen. Gruppe 1 entscheidet sich, die Rote Lache zu erklimmen, wo der Regen in Form von Schnee deutlich erträglicher ist. Gruppe 3 dreht den Tempo-Hahn derart auf, dass am Ende des ersten Anstiegs Gruppe 2.1 und 2.2 eingeholt sind. 

Nachmittags bleibt Zeit für Wanderungen und Mittagsschläfe, Kaloriendefizite lassen sich mit Keks-Challenges im Nu beheben. Und auch das Abendessen ist üppig und kann etwaige Unzulänglichkeiten des Frühstücks ausgleichen. Es folgt ein kurzer Saison-Überblick, dann werden erneut Freundschaften beim Kartenspiel gestählt. 

Am Sonntag dann gibt es wieder frühe Läufe. Trost über die fehlende Stunde in Folge der nächtlichen Zeitumstellung verspricht nur die vierbeinige Begleitung der Hausmutter. Und die Tatsache, dass mit 250 Brötchen mehr als genug Futter für die ganze Truppe vorhanden ist.

Das Aufräumen wird durch musikalische Untermalung und Jumpstyle Tanzstunden abgerundet und so machen sich alle wieder mit einem gestärkten Teamgeist und einem guten Gefühl für die kommende Saison auf den Weg zurück nach Karlsruhe.

Text: Jan Allmenröder; Fotos: Patrick Harms, Christian Krämer