Trainingslager 2026 in Piombino – Grundlagenkilometer und große Inselträume
Zum dritten Mal in Folge geht es Mitte April raus aus dem Alltag und rein in die toskanische Sonne – oder zumindest dahin, wo sie meistens scheint. Am 10.04. machen sich 22 Lemminge aus Karlsruhe mit einigen Exil-Lemmingen aus München, Ulm, Delft und Berlin auf den Weg nach Piombino. Ziel ist wie in den Vorjahren das bewährte Poggio all’Agnello Ressort, unser Zuhause bis zur Rückreise am 20.04.
In der bunt gemischten Gruppe treffen Trainingslager-Routiniers auf Neulinge, ambitionierte Athlet:innen mit vielen Wettkampfjahren auf solche, die noch nicht ganz so lange dabei sind. Genau das sorgt von Beginn an für Harmonisches Miteinander. Gute Stimmung ist Dauerzustand, selbst dann, wenn das Wetter kurzzeitig anderer Meinung ist.

Bewährtes Konzept mit toskanischem Feinschliff
Die Gruppe hält am grundlegenden Ablauf der vergangenen Jahre fest. Drei Belastungsblöcke mit jeweils zwei intensiven Trainingstagen wechseln sich mit zwei Ruhetagen ab. Der Fokus liegt auf umfangreichen Grundlagenkilometern auf dem Rad durch die hügelige und landschaftlich beeindruckende Umgebung sowie auf qualitativen Laufeinheiten mit Intervallen und Lauf‑ABC rund um die Anlage.
Das Wetter meint es anfangs nur so mittel mit uns, sodass wir den Plan spontan anpassen. Den ersten trockenen Tag nutzen die Lemminge direkt für eine lange Radausfahrt, während am verregneten Folgetag „nur“ eine Schwimmeinheit und Laufintervalle im Regen auf dem Programm stehen.
Danach zeigt sich die Toskana aber wieder von ihrer besten Seite. Schwimmeinheiten in der Morgensonne, Eispausen beim Radfahren und oberkörperfreien Laufintervallen sorgen dafür, dass sich das Trainingslager schon sommerlich anfühlt.

Elba ruft – und einige hören hin
Ein besonderes Kapitel dieses Trainingslagers wird im zweiten Belastungsblock geschrieben. Inspiriert vom ebenfalls vor Ort trainierenden Tübinger Verein macht sich eine Gruppe Lemminge frühmorgens auf den Weg nach Elba. Die Anreise mit der Fähre, kurvige Küstenstraßen, viele Höhenmeter und beeindruckende Ausblicke machen diese Radtour für viele zur schönsten Ausfahrt der zehn Tage.
Regeneration ist Kopfsache
Die Ruhetage nutzt die Gruppe zur aktiven Erholung. Bei Regen zieht es einige Lemminge in die Therme, bei Sonne alle zum und ins Meer. Außerdem gibt es entspannte Coffee-Rides für alle, die selbst an trainingsfreien Tagen gerne aufs Rad steigen. Einen hohen Stellenwert nimmt wie gewohnt die Regeneration ein, inklusive angeleiteter Dehn-Sessions und des konsequenten Auffüllens der Kohlenhydratspeicher am Buffet.

Neben klassischen Regenerationsmaßnahmen entwickeln sich in diesem Jahr weitere Beschäftigungen zu festen Bestandteilen der Ruhetage. Einige Lemminge fordern sich am Schachbrett heraus und sorgen damit für geistige Abwechslung zwischen den Einheiten. Auch das Frisieren einiger Athlet:innen erfreut sich großer Beliebtheit und erweist sich als überraschend effektive Off‑Einheit für müde Beine und Köpfe. Die Abende verbringt die Gruppe häufig bei Snacks, alkoholfreiem Bier und verschiedenen Spielen gemeinsam im Aufenthaltsbereich.
Kleine Rückschläge und starker Zusammenhalt
Ganz ohne kleine Dämpfer bleibt das Trainingslager jedoch nicht. Das Verschwinden der legendären Nutella‑Pumpe beim Frühstücksbuffet sorgt für kollektive Enttäuschung. Auch die Einführung von Papptellern beim Essen stößt eher auf pragmatische Akzeptanz als auf Begeisterung.
Hinzu kommen Erkältungen bei einigen Teilnehmenden. Immer wieder setzen Athlet:innen Einheiten aus. Dafür wächst der Support vom Streckenrand, insbesondere bei den Laufintervallen rund um die Anlage.
Müde Beine und ein breites Grinsen
Nach zehn Tagen in Piombino blicken die Lemminge auf viele Trainingskilometer und zahlreiche gemeinsame Erlebnisse zurück. Am 20.04. macht sich die Gruppe mit müden Beinen und vielen Erinnerungen im Gepäck wieder auf den Heimweg.
Ein großes Dankeschön geht an alle, die zum Gelingen des Trainingslagers beitragen. Dazu zählen die Trainings‑ und Routenplanung, Einkäufe und Organisation vor Ort sowie viele kleine Handgriffe im Hintergrund. Besonderer Dank gilt Christian Krämer für die übergreifende Organisation und Koordination des Trainingslagers.
Die Saison kann kommen. Und die Hoffnung bleibt, dass die Nutella‑Pumpe im nächsten Jahr ihren Weg zurück nach Piombino findet.

Text: Stefan Reschwamm; Fotos: Lemminge












